Reiseblog Alaska und Kanada im Van 2024

Zusammen mit meiner Frau Viki bereisen wir dieses Jahr für 6 Monate Alaska und Kanada per Van. Wir starten am 06.06.2024 aus Frankfurt Richtung Anchorage und verbringen dort die erste Woche der Reise bei Freunden, gestalten den Van etwas um und treffen einige Vorbereitungen, bevor es auf die große Reise Richtung Banff geht. In Alaska selber möchten wir das Land von Süden nach Norden bereisen und alles sehen, was uns vor die Linse kommt. Dieser Blog soll sowohl als Reisetagebuch, als auch zur Unterhaltung dienen. Zudem möchten wir einige Bilder teilen und das Ganze realistisch halten. Wir sind super gespannt auf die Zeit in Nordamerika und freuen uns über jeden, der diesen Blog verfolgt. Ganz bald gehts los und das Vanlife startet. Bis dahin 🙂

18.04.2024, Entstehung und Planung der Reise

Um hier mal zu starten dachte ich mir, dass es eine gute Sache wäre zu erzählen wie es für uns überhaupt zu dieser Reise kommt, was wir uns von dieser Reise versprechen und wie die Vorbereitungen laufen. Dafür muss bzw. will ich etwas ausholen. 

Durch meinen Paps Adi bin ich quasi mit dem Land Alaska aufgewachsen. 1996, also knapp 2 Jahre nach meiner Geburt, ging es für Ihn und seine Freunde zum ersten Mal in das Land der Bären. Damals sollte das Urlaubsziel ein Land außerhalb Europas sein und jeder schrieb seinen Wunsch auf. Im Endeffekt entscheid ein Würfel für Kanada. Bei genauerer Planung wurde daraus dann allerdings Alaska und schon bald erkundeten mein Vater und seine Kumpel das Land per Wohnmobil. 

Diese Tour ist bis heute der Grundstein für etliche weitere Touren die stattfanden. In unterschiedlichen Konstellationen wurden die Touren, die seither grob alle 2 Jahre stattfanden, immer extremer und wilder. Aus dem Wohnmobil wurden so über die Jahre Buschflugzeuge und Kanus, die notwendig waren, um in die Wildnis des Gates of the Arctic Nationalparks zu gelangen. Der Nationalpark liegt im Norden Alaskas. Hier gibt es keine Straßen, keine Häuser, nichts als die pure Wildnis. Die Allys (Kanus) waren notwendig, um verschiedene Flüsse im Park über bis zu 14 Tage zu paddeln. Darunter der Alatna River, der North Fork Koyukuk River und der Kobuk River.

2017 nahm mich Adi dann zum ersten Mal mit in die Wildnis Alaskas. Zusammen mit meinem Onkel Kai, Jochen Suck, Falk Feige und Henning Bubenzer paddelten wir den Koyukuk River bis in das Indianerdorf Bettles, von wo wir wieder nach Fairbanks geflogen wurden. Diese erste Reise nach Alaska hat mich als Typ extrem beeinflusst. Ich habe mich noch nie im Leben so frei gefühlt und so viel Selbstbewusstsein getankt, wie in diesen 3 Wochen. Die Landschaft, die Tierwelt, die Nordlichter, die neuen Freunde und das Leben an sich hat mich einfach gepackt.

Ich konnte also nachvollziehen, warum mein Vater 2017 bereits seine zehnte Tour nach Nordamerika mitmachte und warum quasi im kompletten Freundeskreis bis heute regelmäßig über vergangene Touren gesprochen wird. Nach 2017 ging es für mich und Maurice, meinen besten Freund, ein Jahr später wieder nach Alaska und im Jahr 2022 konnten wir, nach langer Corona Zwangspause, endlich wieder in die Wildnis des Gates of the Arctics.

Ihr seht also, da stecken bereits jetzt viele Erinnerungen und Träume für mich in diesem Land. Nach der Tour 2018 begann ich die Abendschule, um meinen Maschinenbautechniker zu machen. Vier lange Jahre dauerte diese Fortbildung und hat mir, um ehrlich zu sein, ziemlich viel abverlangt. Oft, während ich da so im Klassenraum saß und mal wieder eine komplexe Rechnung nicht verstanden hatte, fehlte mir diese Freiheit, die ich in Alaska kennengelernt hatte. So kam ich irgendwann auf die Idee, sobald ich den Techniker abgeschlossen hätte, für eine längere Zeit ins Ausland zu gehen. 

Es blieb bis heute bei der Idee, die nicht umgesetzt wurde und mir keine Ruhe lässt. Ich begann einen Job als Techniker und die Reise war irgendwo im Hintergrund gelandet. Aber abgeschlossen hatte ich damit nie und es bleibt ein Ziel in meinem Leben, welches ich schnellstmöglich erreichen möchte. So hatte ich es auch Viki gesagt, als ich mit Ihr darüber gesprochen hatte. Ich kann mich nur wirklich glücklich schätzen, dass Sie dem zustimmte und ebenfalls Begeisterung für solch eine Reise zeigte. Wir haben mittlerweile schon viel zusammen sehen und erleben dürfen und ich bin extrem stolz darauf, dass ich Ihr die Natur etwas näher bringen konnte und Sie ebenfalls absolut abenteuerlustig ist. Nach einem Roadtrip durch die Alpen und einer langen Wohnmobiltour durch Skandinavien flogen wir 2023 nach unserer absoluten Traumhochzeit in den Bergen Österreichs zur Hochzeitsreise in die USA. Ihr findet alle Bilder auf meinem Instagram Kanal @max.adventuring. Ich denke dieser Roadtrip hat auch die letzten Zweifel an einer Reise nach Alaska und Kanada beseitigt. Also begannen wir mit detaillierten Planungen und allem, was dazu gehört. 

Viki konnte glücklicherweise eine gute Lösung mit Ihrem Arbeitgeber erzielen. Gerade wenn es um ein halbes Jahr Auszeit geht, ist es sicher nicht selbstverständlich, dass die Firma diesen Weg mitgeht. Umso mehr freuten wir uns, dass dies der Fall ist 🙂 Bei mir ist das leider etwas komplizierter. Ich habe damals meinen Job als Zerspaner gekündigt, da ich nicht mehr in der Schicht arbeiten und schon vor Abschluss des Maschinenbautechnikers eine entsprechende Stelle antreten wollte, um nicht komplett bei Null zu starten. Ich hatte die Möglichkeit 2021 über eine Leihfirma meine Wunschstelle in einem Konzern anzutreten. Ich sah dies als gute Möglichkeit um mich auch im Beruf schnell weiterzuentwickeln und sollte im ersten Quartal des Folgejahres übernommen werden. 

Der Job hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich hatte super Kollegen und trotz alledem bin ich dort nie richtig glücklich geworden, da ich im Endeffekt 2,5 Jahre über die Leiharbeit lief und das absolut nicht mein Anspruch war. Ich teilte meinem Arbeitgeber sowie dem Konzern also mit, dass wir eine längere Reise planen und das Ende vom Lied war die Aufhebung des Arbeitsverhältnisses. So war das natürlich nicht geplant, schon garnicht 4 Monate vor Reisebeginn. Eine neue Situation, mit der ich erstmal nicht wusste umzugehen, obwohl ich bereit gewesen wäre für die Reise zu kündigen. 

Letztendlich muss man die Dinge nehmen, wie sie fallen. Und in diesem Fall ist es vermutlich gut so, wie es gelaufen ist. 

Wir buchten die Flüge, planten die grobe Reiseroute, klärten alles Notwendige mit den Versicherungen und beantragten das Visum. Sollte jemand von Euch in Zukunft eine Reise nach Nordamerika planen, schaut gerne mal bei Pioneer Reisen vorbei. Edgar Schubert ist in diesem Reisebüro der Geschäftsführer und super hilfsbereit. Diesmal brauchten wir aber nur die Flüge mit Zusatzgepäck über Ihn buchen. 

Das Visum – ab 90 Tagen Reisezeit wird Euer normales ESTA hinfällig. Ihr müsst also vorher zur US Botschaft und ein B2 Visum beantragen. Das Ganze hat uns 302€ gekostet und gilt für 10 Jahre. Hierfür müsst ihr online ein DS-160 Formular ausfüllen (ustraveldocs.com) und in Frankfurt ein paar Fragen beantworten. Wir waren dort in ca. 1,5 std durch und unser Visum wurde sofort bestätigt. 

Dann war eigentlich nur noch das Fahrzeug offen. Und auch hier haben wir Glück, denn wir können den Van eines Freundes mieten. Ich war bereits mehrfach mit dem Van unterwegs und weiß, was uns erwartet. Anfangs hatten wir mit dem Gedanken gespielt uns einen PickUp mit Campingaussatz zu kaufen und diesen bei Reiseabschluss wieder zu verkaufen. Da diese Reise aber doch recht kostspielig wird, entschieden wir uns für den Van und somit für etwas weniger Luxus. Das einzige was hier noch zu klären ist, ist die Versicherung. Das werden wir vermutlich vor Ort klären, es sei denn wir können die laufende Versicherung von Mike einfach übernehmen. 

Was haben wir vor und was erwarten wir? Wir möchten viel sehen und viel erleben und das gibt Alaska auf jeden Fall her. Das Land ist so groß und vielfältig, dass vermutlich selbst 6 Monate nicht reichen um alles abzudecken. So hatten wir beispielsweise 2022 das Glück Bären und Wale an einem Tag zu sehen. Wir möchten wandern, fotografieren, die Freiheit genießen, Wildtiere beobachten, Vanlife leben, Nordlichter sehen, Berge besteigen, Lachs angeln, neue Leute kennenlernen, Lagerfeuer am See und einfach mal dem Alltag entkommen. Wir sind super gespannt, wie sich das Reisen nach 2-3 Monaten anfühlt und was wir bis dahin schon an Höhen und Tiefen erlebt haben. Ich schiele mit einem Auge in die berufliche Richtung Reise/Fotografie/Guiding und bin gespannt, was sich dort vielleicht für Möglichkeiten ergeben. Was aber mal Fakt ist: Es sind noch 48 Tage bis zum vermutlich größten Abenteuer unseres Lebens und es fühlt sich extrem geil an, bald auszubrechen. 

Unser grober Reiseverlauf:

Die erste Woche werden wir in Anchorage bei Freunden verbringen, die Stadt erkunden, den Van startklar machen und notwendige Dinge besorgen. Im Anschluss machen wir uns auf den Weg nach Kanada. Ziel ist es, bis nach Banff zu fahren. In der Gegend möchten wir ca. eine Woche verbringen, bevor es zurück nach Alaska geht. Insgesamt planen wir für den Abstecher 3-4 Wochen ein. Zurück in Alaska müssen wir zügig wieder in Anchorage sein, um Rosana und Dag am Airport einzusammeln. Die beiden kommen uns für eine Woche besuchen 🙂 Hier haben wir schon eine richtig coole Route geplant, bevor wir die beiden 7 Tage später in Richtung Portland entlassen. Wir bleiben dann 2-3 Wochen auf der Kenai Halbinsel im Süden des Landes, bevor es weiter über den Denali NP in Richtung Fairbanks zu Svens Hostel geht. Sven ist ein Freund, der mittlerweile nicht nur das Hostel in der zweitgrößten Stadt Alaskas betreibt, sondern auch Flüge im Norden des Landes anbietet. Von hier möchten wir über den Dalton Highway hoch in den Norden, bis zum Artigun Pass. Und dann beginnt schon der Indian Summer und die Nordlicht Saison. Ab September würden wir uns dann gerne eine gemütliche Hütte irgendwo im Herzen des Landes buchen und den Winterbeginn miterleben. Wir hoffen auf viel Schnee, eine Tour mit Schlittenhunden und ein Bad in den heißen Quellen, wenn es draußen so richtig kalt ist. Je nachdem was der Spaß kostet, probiere ich mich auch mal auf dem Snowboard, bevor es dann Ende November zurück in die Heimat nach Deutschland geht. Oder wir bleiben für immer da, wer weiß :D. 

Im nächsten Blogbeitrag möchte ich Euch das Land Alaska etwas näher bringen. Wir freuen uns über jeden Leser 🙂 Bis die Tage!

29.04.2024, Wir stellen dir Alaska vor

Hi Leute, da ja doch noch etwas Zeit zu überbrücken gilt, bis unsere Reise endlich startet, möchten wir Euch vorab etwas auf dem Laufenden halten und mit interessanten Infos füttern. Wir möchten Euch also das Land etwas näherbringen, welches mich und hoffentlich sehr bald auch Viki in seinen Bann gezogen hat. Über Alaska gibt es einiges zu erzählen und wir könnten darüber vermutlich ein ganzes Buch füllen, aber keine Sorge, langweilig wird es nicht!

Beginnen wir mit der Lage. Alaska liegt im äußersten Nordwesten von Amerika und ist seit 1959 der 49. Bundesstaat der vereinigten Staaten. Bereits im Jahr 1867 kaufte Amerika das Land dem russischen Reich für gerade einmal 7,2 Mio. Dollar ab.

Alaska liegt, wie auch Hawaii, getrennt von den „Lower 48“, also den 48 anderen Bundesstaaten Amerikas. Somit ist Alaska nicht nur der größte Bundesstaat der USA, sondern zugleich die größte Exklave weltweit.

Westlich von Alaska liegt Russland, getrennt durch eine ca. 85km breite Meerenge, die Beringstraße. Stellt man sich in die Mitte Alaskas und fährt querfeldein Richtung Osten, wird man früher oder später die einzige Landgrenze Alaskas erreichen, und zwar die zu Kanada.

Und an dieser Stelle erhoffe ich mir den „AHA-Moment“ bei vielen, die bis heute Kanada nicht von Alaska unterscheiden können (No Front :D). Zugegeben, die beiden Länder liegen unmittelbar nebeneinander, die Tierwelt ist fast identisch und auch landschaftlich gibt es Ähnlichkeiten. Trotz alledem sind es zwei verschiedene Länder.

Alaska liegt also vor allem am Meer. Nördlich könnte man, zumindest theoretisch, im arktischen Ozean baden. Im Süden grenzt der Golf von Alaska, welcher zum Pazifik gehört. Westlich teilen sich die Tschuktschensee und die Beringsee die Landesgrenze.

Der nördliche Polarkreis verläuft durch den Norden des Bundesstaates, was die Gegend extrem spannend für Beobachtungen von Aurora borealis, also den Polar, -bzw. Nordlichtern macht.

Zudem findet man den höchsten Berg Nordamerikas in Alaska. Der Denali gehört mit 6190 Metern Höhe zu den Seven Summits, den jeweils höchsten Bergen der sieben Kontinente. Von 1917-2015 hieß der Berg offiziell Mount McKinley, bevor er seinen traditionellen Namen der athapaskischen Sprache zurückerhielt. Denali bedeutet so viel wie „der Große“. Der Berg ist so imposant und hat so einen emotionalen Wert für meinen Vater und mich, dass sogar der Familienhund den Namen Denali trägt. 

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Der Name Alaska wird von dem Wort „Alyeska“ abgeleitet, was so viel bedeutet wie „großes Land“. Die Flagge hat einen blauen Hintergrund, auf dem acht goldene Sterne zu sehen sind. Diese stellen das Sternenbild Großer Bär bzw. Großer Wagen dar, während der achte Stern den Polarstern, den hellsten Stern, symbolisiert. Das Blau steht für den abendlichen Himmel, das blaue Meer, die Bergseen und die Wildblumen Alaskas. Die Farbe Gold der Sterne soll für den Reichtum, der sich in Alaskas Bergen und Flüssen verbirgt, stehen. Das Staatsmotto lautet „North to the Future“. Klingt cool, oder?

Alaska

Kommen wir zur Größe des Landes. Alaska ist der größte Bundesstaat der USA und zugleich der Staat, mit der dünnsten Besiedlung. Mit einer Fläche von 1.717.854 km² ist das Land knapp 5x so groß wie Deutschland (357.595 km²).

Während Deutschland mit bald 85 Mio. Einwohnern auf eine Bevölkerungsdichte von 237 Einwohner auf einen Quadratkilometer kommt, sind es in Alaska gerade einmal 0,4 Einwohner auf einen Quadratkilometer!!! Ist das krass???

Nicht umsonst nennt man Alaska auch „The Last Frontier“, im Sinne von „letztes Grenzgebiet der Zivilisation“.  In dem 49. Bundesstaat leben aktuell ca. 734.000 Menschen. Nochmal zum Vergleich: Allein in Köln leben über 1 Mio. Menschen. Man kann sich also vorstellen, wieviel Wildnis und Natur es hier gibt.

Während ich das schreibe, muss ich an die ganzen Briefkästen denken, die in Alaska, zumindest im Hinterland, nicht am Haus befestigt sind, sondern Kilometer entfernt an der Straße stehen. Macht auf jeden Fall Sinn, denn auch dort gibt es Postboten und ich wage zu bezweifeln, dass die Jungs und Mädels Lust darauf haben 15 Tage für eine Auslieferung einzuplanen.

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Die Hauptstadt des Landes ist seit dem Jahr 1900 Juneau. Sie liegt am Gastineau Channel an der Inside Passage und ist nur per Schiff oder Flugzeug zu erreichen. Mit ca. 32000 Einwohner ist es die drittgrößte Stadt Alaskas.

Anchorage ist die mit Abstand größte Stadt des Bundestaates und liegt an der Bucht des Cook Inlet. Hier leben rund 290.000 Menschen, zudem ist die Stadt das wichtigste Industriezentrum Alaskas.

Und dann gibt es noch Fairbanks. Fairbanks ist nach Anchorage die zweitgrößte Stadt und die größte Stadt im Hinterland Alaskas. Mit ca. 33.000 Einwohnern ist die Stadt im Zentrum des Landes gelegen und Startpunkt der Touren für viele Abenteurer.

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Was hat die Tierwelt dort oben, im Norden Amerikas, eigentlich so zu bieten?

Da bleibt nur zu sagen: „Einiges!“. Die Mischung aus der atemberaubenden Vielfalt an Wildtieren und der Landschaft mit seinen aufragenden Gebirgszügen, tiefen Fjorden und riesigen Wäldern macht das Land erst aus.

Fangen wir mit meinem absoluten Liebling an, dem Grizzly. Grizzly ist die Bezeichnung für die Braunbären im nordamerikanischen Raum. Die genaue Population ist schwierig festzuhalten, aber aktuell schätzt man die Anzahl der in Alaska lebenden Grizzlys auf ca. 50.000 Tiere. Zudem leben nochmal ungefähr 50.000 Schwarzbären in den Wäldern des Landes. Vergleichsweise leben in ganz Europa ebenfalls geschätzt 50.000 Bären.

Die Anwesenheit der Bären macht, zumindest für mich, jede Outdooraktivität zu einem Highlight, da immer etwas Adrenalin mit im Spiel ist. Ich kann es kaum erwarten die ersten Bären vor die Linse zu bekommen und die Tiere zusammen mit Viki bei der Lachsjagd zu beobachten!

Nicht weniger beeindruckend sind die Hirscharten Alaskas. Zu finden sind hier verschiedene Arten. Die größte Art ist der Elch. Diese Tiere werden absolut riesig! So friedlich sie auch wirken, unterschätzen sollte man die Tiere nicht. Es passieren viel mehr Unfälle im Zusammenhang mit Elchen als mit Bären. Es leben ca. 170.000-200.000 Tiere verteilt im ganzen Land.

Eine weitere Art sind die Karibus. Die Population wird auf ca. 750.000 Tiere geschätzt, was unglaublich viel ist. Auch diese Tiere sind super interessant zu fotografieren und zu beobachten, vor allem wenn man das Glück haben sollte, eine der großen Herden sehen zu können.

Zu den Lachsen möchte ich auch ein paar Worte verlieren, denn hier freue ich mich als Angler ebenfalls sehr drauf. Es ist ein wahres Naturspektakel, wenn die Lachse zwischen Mai und Oktober aus dem Meer die Flüsse hochsteigen, um ihr Geburtsgewässer zu erreichen, sich fortzupflanzen und zu sterben. Es gibt 5 verschiedene Lachsarten, die zu unterschiedlichen Zeiten steigen: Königs-, Rot-, Silber-, Hunds- und Pinklachs. Der mit Abstand größte Vertreter der Lachse ist der Königslachs. Exemplare bis 20kg sind keine Seltenheit. Solch einen Fisch fangen zu dürfen ist einer meiner großen Träume in Alaska.

Lachse sind zudem ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Sie führen dem Süßwasser, den Wäldern und dem Land wichtige Nährstoffe aus dem Ozean zu, welche von Raubtieren wie Bären und Adlern, aber auch von anderen Fischen und von Baumarten genutzt werden. Ein spannendes und wichtiges Thema, worüber man ebenfalls Bücher füllen könnte.

Den Rest möchte ich gar nicht so abgespeckt aufzählen, aber ich denke, wenn die Zeit dafür gekommen ist und die ersten Bilder im Kasten sind, werden wir auf die Tiere im Einzelnen eingehen. Es gibt nämlich noch Wölfe, Adler, Füchse, Otter, Wale, Delfine und unzählige andere Tiere, die das Land und die angrenzenden Meere besiedeln und nicht weniger bewundernswert sind. Diese Vielfalt der Tierwelt ist wirklich beeindruckend und wir können es wirklich nicht erwarten, die ersten Beobachtungen mit Euch zu teilen.

Was für die meisten mit Sicherheit auch interessant ist, ist das Wetter. Es wird den ein oder anderen überraschen, aber in Alaska liegt nicht das ganze Jahr Schnee. Auch in Alaska gibt es den Sommer und die Temperaturen steigen über 0 Grad, zum Glück. Aber natürlich ist Alaska kein Urlaubsziel, welches man mit einem All-in-Urlaub im Hotel am Meer vergleichen kann, ebenfalls zum Glück.

Das Wetter kann sehr schwankend sein und es kommt auch etwas darauf an, wo man sich im Land befindet. So ist in Fairbanks der wärmste Monat im Schnitt der Juli mit 22 Grad. Der kälteste Monat ist der Februar mit -31 Grad. Die beste Reisezeit ist also von Mai – September. Durchschnittliche Regentage in den Monaten sind 7 Tage pro Monat. Wobei auch das nicht stabil ist. Wir hatten im August/September auch schonmal 7 Tage am Stück Regen.

So oder so, man muss auf alles vorbereitet sein. Das betrifft Ausrüstung sowie Kleidung und man sollte sich vorher im Klaren darüber sein, was man dort für einen Urlaub macht, um nachher nicht enttäuscht heimzufahren. Man kann das allergeilste Wetter vorfinden, man kann aber auch vom Regen geplagt sein. Also fast so, wie im Oberbergischen :-).

Zudem gibt es, wie fast bei jedem Thema, Vor, -und Nachteile. Zum Sommerbeginn sind die Temperaturen zwar warm, dafür muss man teilweise mit vielen Moskitos klarkommen. Dies ist zum Glück nicht den ganzen Sommer über der Fall, sondern nur zu Beginn der Saison. Ab September sinken die Temperaturen und es kann super kalt werden, dafür hat man die Chance Nordlichter am Nachthimmel tanzen zu sehen. Ebenfalls ein absolutes Highlight sind die Herbstfarben im Indian Summer. Eine Urlaubsplanung ist also abhängig davon, was man sehen möchte und wieviel Zeit man mitbringt.

Wir werden zum Frühlingserwachen dort sein und kurz nach dem Winterbeginn wieder abreisen. So haben wir die Möglichkeit in jede Jahreszeit hineinzuschnuppern und uns selbst ein Bild davon zu machen.

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Wir hoffen, dass wir Euch einen groben Überblick über das Land Alaska verschaffen konnten und bedanken uns bei jedem, der sich die Zeit zum Lesen genommen hat. Der erste Blogbeitrag kam tatsächlich schon viel besser an, als wir uns das vorgestellt hatten. Das freut uns riesig und dafür sind wir super dankbar :-).

Generell sei gesagt, dass wir uns beide nicht wirklich gut mit dem Gestalten von Homepage Seiten auskennen und noch auf der Suche nach einer übersichtlichen Struktur des Blogs sind, sodass Ihr dann auch gezielt nach den einzelnen Beiträgen filtern könnt. Je mehr Beiträge es werden, desto mehr müsste man nämlich aktuell scrollen.

Scheut euch auch nicht, uns Kritik und Fragen zukommen zu lassen. Für uns ist es der erste Blog jemals und daher schreiben wir einfach wild drauf los. Natürlich freuen wir uns auch total über Eure Kommentare, also immer her damit!!

Wie regelmäßig wir den Blog dann während der Reise aktualisieren, müssen wir vor Ort entscheiden. Wir werden vermutlich nicht überall Internetzugang haben und müssen unseren Rhythmus erstmal finden. Daher wird es vermutlich kein regelmäßiges Intervall geben, sondern eben einfach so, wie es passt.

Noch ein Thema in eigener Sache. Wir sind nicht darauf angewiesen, hätten aber durchaus Interesse an Sponsoren/Partnern im Outdoor/Camping Bereich. Da vor allem ich, Max, jetzt schon extrem darauf brenne vor Ort Content zu produzieren und Fotos und Videos zu erstellen, wäre hier eine Win-Win-Situation vorstellbar. Wir denken, dass gerade deutsche Firmen aus dem Bereich nicht allzu oft die Möglichkeit haben, Produktbilder und Videos direkt aus Nordamerika zu erstellen. Wer sich hier also angesprochen fühlt oder jemanden kennt, für den eine Zusammenarbeit interessant sein könnte, dann sehr gerne melden unter info@maxmotive-foto.de.

Vielen, vielen Dank und bis zum nächsten Blogbeitrag 🙂

Dieser Beitrag hat 16 Kommentare

    1. Monika Henkel

      Das liest sich so schön. Meine Maxime war und ist:”lebt Euren Traum”. Für uns war es damals die Nordsee und diese Reise hat 26 Jahre gedauert. Jetzt haben wir einen Wohnwagen und leben einen neuen Traum.
      Max ein Foto von dir auf einem Snowboard, das möchte ich sehen. Bei diesem Traum unterstützen wir Euch. Freue mich mega über schöne Bilder. Der Indian Summer steht auch auf unserer to Do Liste. Eine wunderschöne Auszeit mit vielen Eindrücken wünschen Euch Karl und Monika

  1. Gerhard Julius Schmitt

    Hi, das wird toll! Wir freuen uns für Euch!

  2. Arnold

    Es macht Spaß dein Beitrag zu lesen mein Freund!
    Bin gespannt wie es wird, werde es mit verfolgen!
    Denke wir werden uns noch vorher sehen, wünsche euch trotzdem jetzt schonmal viel Spaß und genießt es!!

  3. Anna-Christina

    wir sind gespannt auf Eure Berichte und freuen uns sehr für Euch!

  4. Jana

    Ein wirklich schöner erster Beitrag über die Hintergründe :). Ich bin sehr gespannt auf eure Reise und freue mich darüber zu lesen.
    Wünsche euch alles Gute.

  5. Tatjana

    Als Frau eines Paparazzo freue ich mich besonders auf die Fotos. Ich kenne bisher nur den Osten Kanadas und bin gespannt auf einen Zipfel des Westens….

  6. Jessica

    Ich freu mich sehr für euch! Und auch für mich, dass ich über diesen Blog an eurer Reise teilhaben kann 🙂 Ich wünsche euch nur das Allerbeste! Habt eine grandiose Zeit!

  7. Adi

    Sehr schön geschrieben Max. Mir kamen die Tränen – ich bin sehr stolz auf Euch und als Dein Vater und ja auch ‚Vater‘ dieser Tour lässt mich der Gedanke nicht ganz los, nun doch noch einmal in den hohen Norden Nordamerikas zu reisen – eine Tour ist ja eh noch offen….

  8. Klaus Peppler

    Toller Bericht.
    Unterschreibe alles zu 100%
    Schöne gute Zeit.

  9. Lukas

    Ich freue mich sehr für euch und natürlich auch auf den Blog 🙌😊🌍

  10. Martina Kieser

    wir sehen uns dann in Alaska! 🤗💪

  11. Andy Bo

    Toll geschrieben! Wir wünschen euch eine wunderschöne Zeit/Reise & verfolgen es hier gespannt 🙂

  12. Adi

    Die Spannung wächst – wir freuen uns riesig auf Eure Berichte!
    Für mich eine weitere Motivation, intensiver an meinem Buch ‚Alaska – es sollte nicht sein‘ zu arbeiten
    Deine Eltern

  13. Hans Moock

    In der Tat wirklich toll geschrieben! Ihr seid echte Abenteurer, leider ein aussterbendes Spezies in unserer Gesellschaft. Wir freuen uns auf Eure Abenteurer-Blogs und wünschen Euch eine Mega Zeit! Eine neugierige Frage hätten wir dann doch noch: seid Ihr in der Wildnis mit einer Schusswaffe unterwegs? Herzliche Grüße aus dem Taunus, Claudia & Hans

    1. Max

      Hallo Claudia und Hans! Vielen Dank für Euer Feedback und die Wünsche! Diesmal ohne Schusswaffe. Gruß Max

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